1 - 12 möglich (mag heimische beerentragende Sträucher)
Turdus viscivorus
Quelle; Foto 2: Keven Law from Los Angeles, USA, CC BY-SA 2.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0>, via Wikimedia Commons /Foto 3: Imran Shah from Islamabad, Pakistan, CC BY-SA 2.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0>, via Wikimedia Commons / Foto 5: Resize, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons / Foto 6: Tony Hisgett from Birmingham, UK, CC BY 2.0 <https://creativecommons.org/licenses/by/2.0>, via Wikimedia Commons
Inhaltsverzeichnis
1. Stimme
2. Aufenthalt / Bestand BRD
3. Körpermerkmale
4. Lebensweise
5. Lebensraum
6. Nahrung
7. Zugverhalten
8. Paarung / Brut
9. Feinde
🔎
Wartensänger:
ab Feb/Mär, oft schon früh im Jahr, von gut sichtbaren Singwarten.
Bevorzugt die höchsten Baumspitzen (Nadel/Mischwälder).
Exponierte Positionen: Wipfel von Nadelbäumen, hohe Bäume in Waldnähe, Waldränder oder Lichtungen, um ihren lauten, flötenden und wehmütigen Gesang vorzutrage
🎵Ruf:
zrrr•r•r•r (schnarrend langgezogen)
charakteristisch lang gezogenes, trockenes, kräftiges Rätschen „tscherr“;
❗Warnruf
warnt hart ratternd ähnlich Wacholderdrossel, aber etwas trockener.
🎶Gesang
melodisch, ähnlich Amsel, aber schneller, wehmütiger
amselartig, aber langsamer, tiefer, nicht so variationsreich; mit wehmütigerem, etwas härterem Ton, schnellerem Tempo und kürzeren Pausen. Kleinere Tonstufen (daher monotoner), ferner ohne (o. mit wenigen) gepressten Lauten am Strophenende.(„truItrüwu… tschuRItschurU…tschüWUtru…tschruwüTRU…“)
🎼
“Ich hab kalte Füß, kalte Füß hab i - s‘is ja noch viel zu kalt,s‘is ja noch viel zu früh „
🇧🇪 Brutvogel, Zugvogel , Wintergast.
Brutpaare
RLP 400/regelm (regelm. Brut + Jahresvogel in Rlp)
🇪🇺 2,2 - 3,1 Mio. BP stabil
kräftigste Drosselart
🅰️ 10 J.
27 cm
140 g
🔛48 cm
Gestalt: langschwänzig, aufrecht
✏️
Flügelschläge kräftiger als andere Drosselarten.
Unterflügel weiß
Rücken braun - graue Tönung
Bauch hell (weiß), reichlich braunschwarze rundliche dunkle Flecken
Gesicht: weißlicher Wangenfleck
Hals auffällig dunkle Flecken
im Flug: weiße Achseln, weiße Schwanzecken, kraftvolleren Flug in längeren Bögen (nicht ruckartig und hüpfend).
🖍️ Tagaktiv und zuweilen bis zur Dämmerung.
Beobachtungstipp:
in lichten Nadel/Mischwäldern. Auf Bewegung in Baumkronen achten, vor allem, wenn dort Misteln wachsen. Sind nicht leicht zu entdecken, verraten sich aber durch ihren auffälligen, schnarrenden Ruf. Auch auf Wiesen in der Nähe solcher Wälder.
🛌 SCHLAFPLÄTZE
Meist einzeln oder paarweise, gut geschützt und aufgeplustert in Bäumen oder dichten Büschen.
Bevorzugen hohe, lichte Nadel/Mischwälder, Parks, Friedhöfe, Alleen.
Im Spätsommer/Herbst können Familien auch gemeinsam in dichterem Geäst übernachten.
🌿 Wald, Stadt, Park, große Gärten, Friedhöfe, Hecken, Knicks, Heide, Kulturlandschaft
Lichte ältere Kiefern-, Fichten-, Mischwälder, lokal in reinen Laubwäldern mit Waldwiesen / Viehweiden.
Zunehmend in halboffener Landschaft mit hohen Baumgruppen, in Feldgehölzen, baumreichen Parks, Windschutzstreifengehölzen.
Während Zugzeit Trupps auf Grünland /Ortsrändern, vor allem in Beerenbüschen.
Mag heimische beerentragende Sträucher !
Misteln, Larven, Beeren, Würmer, Obst, 🪰🐜,
(🪱, 🪲, 🐌besonders für die Aufzucht)
🍇: Mistel, Holunder, Vogelkirsche, Eberesche, Schwarz/ Weißdorn, Wacholder, Obstarten.
im ❄️ auch Futterstellen
Nahrungssuche überwiegend am Boden, auf kurzrasigen Wiesen sowie auf Stoppelfeldern und Kartoffeläckern. Langsam fliegende Insekten können im Flug erbeutet werden.
Verteidigt in der kalten Jahreszeit Beerensträucher gegenüber anderen Drosseln.
Standvogel, Durchzügler, Wintergast
(ganzjährig, im Winter seltener)
Nur manche ziehen zum Mittelmeer, andere sind Standvögel.
• Tag-, vereinzelt Nachtzieher.
Auf dem Zug ist die Drossel in kleinen Trupps, 10 und mehr Vögel unterwegs.
RLP Brut:
Verteilt über ganz Rlp liegen seit 2010 rund 400 Meldungen der Misteldrossel vor. Die Art ist ein regelmäßiger Brut+ Jahresvogel in geeigneten Lebensräumen.
Während die meisten Brutvögel Rlp im ❄️ verlassen, kommen häufig Durchzügler und Wintergäste.
❤️BALZ
Beginnt früh, oft ab Feb
Lauter, flötenartiger Gesang (Männchen) von hohen Baumwipfeln.
. (wehmütig, fanfarenartig, kürzer als der der Amsel)
Typisch sind revierbildende Flüge, oft paarweise, sowie ein wippender Flug.
🪹BRUT
1 - 2 x • Mrz-Jul
🌳BRUTORTE
Baum, Gebüsch • auf Astgabeln, am Stamm
🛖NESTBAU
großer Napf aus Ästen, Gras Moos ( in der Stadt auch aus Müll)
• auf Astgabeln o. am Stamm
↕️ NESTHÖHE
im Mittel in über 4 m Höhe
↕️ 4 bis 15 m
🪺BRUTZEIT
14 T.
NESTFLUCHT
14-16 T.
🥚EIER
3 - 5, hellblau -weißlich-grün, rote, violetten o. braune Flecken
🍼WEITERVERSORGUNG
12 T.
Sperber, Elster, Wanderfalke , Uhu, Waldkauz, Milan, Habicht, Krähe, Eichelhäher, Marder, Klimawandel