Bergfink

10 - 3 (mag Bucheckern, Sonnenblumen, Beeren)

 

Inhaltsverzeichnis

1. Stimme

2. Aufenthalt / Bestand BRD

3. Körpermerkmale

4. Lebensweise

5. Lebensraum

6. Nahrung

7. Zugverhalten

8. Paarung / Brut

9. Feinde

10. Nistkasten

1. STIMME

🔎

kein klassischer Wartensänger:

höchstens vor dem Abzug ins Sommerquartier zu hören "djäe-djäe"

 

🎵 dschäe o. tä-ÄHP (hart, quäkend) 

oder raues „gäk“ oder „jäg“.
🎶 rrrrrrrrhüh (monoton, melancholisch • einzeln aneinander gereiht)

eintöniges, rasselndes Schwirren
Flug🎵 jäk (hart, kurz)

2. AUFENTHALT / BESTAND BRD

RLP: 313 Meld. , sehr seltener Brutvogel

🇧🇪 sehr seltener Brutvogel, Wintergast, gelegentl. im Sommer

 

Brutpaare
RLP:  313 
🇪🇺 15 Mio 🪺Paare Europa+ Russland

3. Körpermerkmale

🅰️ 5 J • 15 cm • 23 g • 🔛28 cm


    🖍️ähnlich Buchfink, aber
Brust/Schulter/Flügelbinde deutlich orange 
Bauch weiß
Bürzel oval, weiße Mitte
Kopf 🚺 braun- grau 

🚹Prachtkleid blauschwarz/ Schlichtkleid rostbraun, schwarz gescheckt.
Schnabel gelb

4. Lebensweise

❗️Okt-Mrz: oft zusammen mit Spatzen, Grünfinken, Blaumeisen, Buchfinken. Zur Nacht schließen sie sich zu großen Schlafgesellschaften zusammen und rücken sehr dicht aneinander. Insgesamt sitzen und fliegen sie dichter beieinander als Buchfinken.

   🖍️ Tag- und dämmerungsaktiv.

 

 

🛌 SCHLAFPLÄTZE

Bergfinken sind für ihre

spektakulären Massenschlafplätze bekannt, bei denen sich im Winter Hunderttausende bis Millionen von Vögeln an einem Ort versammeln

 

Sie bevorzugen dichte, oft Fichten- oder Mischwälder in der Nähe von nahrungsreichen Buchenwäldern, wo sie tagsüber Bucheckern fressen.

Zeitraum: Die Massenschlafplätze bilden sich in den Wintermonaten (oft von Dezember bis Februar/März), besonders in Mastjahren mit viel Nahrung.

Verhalten: Das Einfliegen der Vögel geschieht bei Sonnenuntergang und kann etwa 45 Minuten dauern. Sie sitzen dabei so dicht, dass manchmal Äste unter der Last brechen.

Schutz & Wärme: Die Ansammlungen dienen dem Schutz vor Greifvögeln und dem gegenseitigen Wärmen in kalten Nächten.

Standorte: Schlafplätze sind nicht jedes Jahr am selben Ort, sondern variieren. Bekannte Orte waren der Solling in Südniedersachsen (über 10 Millionen Vögel) oder in der Region Lörrach. 

Der abendliche Einflug zu diesen Schlafplätzen gilt als eines der beeindruckendsten Naturschauspiele in Mitteleuropa

5. Lebensraum

🌿 Sommer: lichte Birken/ Nadelwälder Skandinavien/ Nordosteuropa
Im Winter: bevorzugen sie Äcker und Gärten, vor allem mit Futterstellen, in Mitteleuropa

6. Nahrung

🥄

☀️🪰🦟, Larven 
      ❄️ Bucheckern, Nüsse, Sämereien und Getreide

✈️ 7. ZUGVERHALTEN

Zugvogel 🇧🇪
 • Mittel- und Südeuropa
RLP: Durchzügler + Wintergast nordöst­licher Herkunft in allen Landesteilen von Rlp regist­riert. 313 Meldungen liegen derzeit vor

 

Wintergast, der oft auch am Futterhäuschen auftaucht. Er kann im Winter invasionsartig in großen Schwärmen auftreten, die sich dann zu Mio von Vögeln abends an bestimmten Schlafplätzen sammeln. Zu solchen Ansammlungen komme es nicht jährlich. Ausgelöst werden sie durch Futtermangel in den weiter nördlich gelegenen Überwinterungsgebieten. Die Vögel konzentrieren sich dann in Regionen mit einer guten Buchenmast. 
Das Überwinterungsgebiet der Bergfinken erstreckt sich vom südlichen skandinavischen Raum bis nach Nordafrika. Die Weibchen und Jungvögel tendieren dazu, weiter in den Süden zu ziehen als die Männchen. 
Zuzug + Durchzug 🇧🇪 Sep - Mitte Okt. 
Frühjahrszug Mitte Feb-Apr.
Regelmäßig kommt es zu übersommernden Vögeln. Diese Vögel zeigen auch ein Revierverhalten, Bruten werden jedoch selten nachgewiesen und betreffen bisher nur die Küstenregionen und die Ost- und Nordfriesischen Inseln.  

8. PAARUNG / BRUT

Freibrüter

Sie brüten im Norden Europas und Sibiriens (Taigagürtel)

 

❤️BALZ

Apr-Mai
🪹BRUT

1 x • Apr -Jun
🌳BRUTORTE

in Birken-, Buchen- und Erlenwäldern

Astgabelung oder direkt am Stamm
🛖NESTBAU

napfförmig • Flechten, Gras, Moos, Blätter
↕️ ↕️ NESTHÖHE

bis 15 m H
🪺BRUTZEIT

14 T. 

NESTFLUCHT

14 T. 
🥚EIER

5-7
🍼WEITERVERSORGUNG 

 

😡 9. FEINDE

Falke, Sperber, Katzen, Eichhörnchen, Wiesel, Klimawandel

 

🏠 10. Nistkasten

nein